Wenn dein Kind nach der 24. Schwangerschaftswoche im Bauch verstirbt oder über 500 Gramm wiegt und ohne Lebenszeichen geboren wird, spricht man im medizinischen Sinne von einer Totgeburt.
💛 Fachlich korrekt – aber für dich ist es einfach: Dein Baby ist gestorben. Und nichts wird jemals wieder so sein wie vorher.
Was jetzt zählt: 👉🏼 Du hast Zeit.
Auch wenn alles in dir schreit: Du darfst durchatmen. Du darfst überlegen. Du darfst fühlen. Und du darfst dir Unterstützung holen.
🤍 Geburt deines Kindes
Nach der Diagnose, dass das Herz deines Babys nicht mehr schlägt, steht dir ein schwerer Weg bevor: die Geburt.
Du hast zwei Möglichkeiten:
- Du kannst die Geburt medikamentös einleiten lassen
- Oder du kannst dein Kind noch ein paar Tage weitertragen, bis dein Körper selbst merkt, dass es Zeit ist.
Beides ist richtig. Beides darf sein. Und du darfst dich jederzeit umentscheiden.
Bitte geh diesen Weg nicht allein. Lass dich begleiten – von Menschen, die dich halten, die dich ernst nehmen.
🫶🏼 Hebammenhilfe – und die Kraft einer Doula
Auch wenn dein Kind nicht lebend geboren wird: Du hast Anspruch auf Hebammenbegleitung. Vor der Geburt, während der Geburt und im Wochenbett. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten.
Eine Hebamme kann dir helfen, die Geburt medizinisch und emotional zu begleiten, dich vorzubereiten, dir Sicherheit zu geben – Schritt für Schritt, in deinem Tempo.Zusätzlich kannst du dir auch die Begleitung durch eine Doula wünschen.
Doulas sind geburtserfahrene Frauen, die dich emotional auffangen, dich stärken und dich nicht allein lassen – keine Sekunde.
Sie stehen an deiner Seite, halten deine Hand, sprechen dir Mut zu – sie sind für dich da. Ohne zu bewerten. Ohne Zeitdruck. Ohne Agenda.
💛 In so einem Ausnahmezustand brauchst du Menschen, die mit dir atmen, wenn du keine Luft mehr bekommst.
Die da sind, wenn es einfach nur weh tut.Frage in der Klinik, bei deiner Hebamme oder in unserem Netzwerk nach Unterstützung – du verdienst Hilfe, die wirklich trägt.
🌙 Gefühle & Abschied
Der Moment, in dem du dein Kind zur Welt bringst, ist mehr als ein medizinischer Vorgang. Es ist euer gemeinsamer Abschied. Die ersten und gleichzeitig letzten Stunden miteinander. Es ist euer gemeinsames Erleben, eure gemeinsame Erinnerung.
Und das ist nicht nur körperlich eine Grenzerfahrung – es ist auch emotional kaum auszuhalten.
💛 Alle Gefühle, die da sind, dürfen sein: Wut. Leere. Ohnmacht. Angst. Liebe.
Du musst nicht funktionieren. Du darfst zusammenbrechen. Und du darfst reden – mit Menschen, die dich verstehen.
Für viele Eltern ist eine Beerdigung oder ein persönliches Ritual ein wichtiger Schritt, um zu begreifen, was passiert ist. Um zu zeigen: Dieses Kind hat gelebt. Dieses Kind ist geliebt.
Und: Dieses Kind fehlt.
Du bist nicht allein.
Dein Baby zählt.
Und dein Schmerz darf Raum haben. 🌟
Wir sehen dich. Wir begleiten dich. 💛